11. September: Tag der Ersten Hilfe
Die Erste Hilfe hat bei den Maltesern viele Gesichter
Malteser organisieren auf Wunsch "Erste Hilfe Party". Erfolgreiche Bilanz der Ausbildung am Defibrillator.Zum Tag der Ersten Hilfe am 11. September machen die Malteser darauf aufmerksam, wie notwendig Erste Hilfe ist. Denn der „Fall der Fälle“ kann jederzeit und an jedem Ort eintreten: ob im Betrieb, im Straßenverkehr, in Schulen, Kindergärten oder Zuhause. Die Erste Hilfe hat viele Gesichter, doch in jedem Bereich ist sie gleichermaßen wichtig.
„Das Kind macht die ersten Schritte und geht auf Entdeckungsreise. Da ist das Risiko von Verletzungen nicht weit. Oder bei einem plötzlichen Herzinfarkt des Arbeitskollegen“, sagt Torsten Krause, Ausbildungsreferent der Malteser im Erzbistum Paderborn. "Da zählt schnelles und sicheres Handeln. Deswegen ist nicht nur die Ausbildung wichtig, sondern auch die Auffrischung der Kenntnisse".
Wer noch einen Anstoß braucht, sich wieder auf den neuesten Stand zur Ersten Hilfe zu bringen, dem empfehlen die Malteser einen Kurzfilm und eine „Erste Hilfe-Party“. Wie schön ein Erste-Hilfe-Kurs sein kann, zeigt ein Spot zum Thema auf www.malteser.de. Mit einem gutaussehenden jungen Mann, der vor Selbstbewusstsein und Charme nur so strotzt, und drei Frauen, die seiner Leidenschaft erliegen, präsentieren die Malteser ein überraschendes Gesicht der Ersten Hilfe. Spaß machen kann auch eine „Erste-Hilfe-Party“. „Wer sich meldet und mindestens zehn Bekannte zusammentrommelt, für den organisieren unsere Gliederungen einen 90 Minuten-Kurs“, verspricht Torsten Krause. Dem Gastgeber ist es dann überlassen, das passende Ambiente zur Verfügung zu stellen.
In nahezu allen 39 Ortsverbänden des Diözesanverbandes gibt es Angebote für Kindergärten, Fahrschulen, Eltern, Lehrer, pflegende Angehörige und Betriebe. Die flächendeckenden Erste-Hilfe-Kurse der Malteser in Schulen im Auftrag des Bundesinnenministeriums haben in den vergangenen Jahren bereits zur Gründung zahlreicher Schulsanitätsdienste geführt, die auch einen weiterführenden Einsatz in den ehrenamtlichen Sanitätsdiensten oder im Katastrophenschutz ermöglichen. "Das ist für uns Malteser eine wichtige Quelle für den Helfernachwuchs und so mancher Jugendliche hat auf diese Weise schon seinen Berufswunsch entdeckt", so Krause weiter.
Informationen und Anmeldung unter www.malteser-kurse.de oder 05251/1355-0
Nach einem Jahr der Ausbildung mit dem „Automatiserten externen Defibrillator“ (AED) ziehen die Malteser zum Tag der Ersten Hilfe am 11. September Bilanz: 300.000 Ausbildungen am AED, der das Herzflimmern und damit einen Vorboten des plötzlichen Herztodes unterbinden kann, sind seit dem Start der AED-Kampagne der Malteser erfolgt. „Der AED ist ein wichtiger Stein in der Kette der Ersten Hilfe“, sagt der Malteser Bundesarzt Dr. Rainer Löb und verweist auf die Notwendigkeit des Gerätes. „Jede Minute ohne Einsatz des Defibrillators verringert die Überlebenschance des Patienten um zehn Prozent“, weiß der Anästhesist und Notfallarzt. Das Gerät sei so einfach zu bedienen, dass sich jeder den Einsatz zutrauen sollte.
Vergangenes Jahr hatten die Malteser eine Kampagne zur Verbreitung der Defibrillatoren gestartet. Box-Weltmeisterin Regina Halmich hatte unter dem Motto "Knock on - ein Schlag fürs Leben" das neue Konzept für die Breitenausbildung in Erster Hilfe bekannt gemacht. Mit dem AED ist die Versorgung des Patienten aber nicht abgeschlossen. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes können einige Minuten vergehen, so dass es nötig wird, den Patienten wiederzubeleben. „Deshalb sollte jeder überlegen, ob er seine Erste Hilfe-Kenntnisse nicht noch mal auffrischt. Wer fit in Erster Hilfe ist, kann seinen Angehörigen schnell helfen – das ist am häufigsten notwendig“, rät der erfahrene Mediziner Löb.
Die Malteser fordern zur besseren Erstversorgung von Patienten einen weiteren Ausbau der Erste Hilfe-Ausbildung in Deutschland. „Die Erste Hilfe sollte in die Lehrpläne der Schulen aufgenommen werden. Schon ab der Grundschule ist das möglich“, sagt Löb. Mit dem Schulsanitätsdienst gingen Hilfsorganisationen wie die Malteser schon in diese Richtung, jedoch sei eine Ausbildungspflicht noch besser.
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