September 2010, Trier/Paderborn

Malteser aus der Erzdiözese beim Bundeswettbewerb 2010

Gute Stimmung und Platzierungen

Die Malteser aus Rheda-Wiedenbrück/Herzebrock-Clarholz (Erwachsenenwettbewerb) und Hövelhof (Jugend) sowie das Gymnasium St. Kaspar Neuenheerse (Schulsanitätsdienst) nahmen teil.

Die gemischte Gruppe der Malteser aus Herzebrock-Clarholz und Rheda-Wiedenbrück hat beim Bundeswettbewerb in Trier bei den Erwachsenen einen achtbaren 15. Platz erkämpft. Bei simulierten Notfallszenarien hatten am 25. September in Trier 400 Malteser aus ganz Deutschland um den Titel der deutschen Sanitäter-Meisterschaft gekämpft. Am Ende gewannen die Malteser aus Aachen den Pokal.

Beim Bundeswettbewerb bewiesen Malteser aus dem gesamten Bundesgebiet ihr Können in der Notfallversorgung. Die Einsatzkräfte mussten realistische Szenarien, wie einen simulierten Flugzeugabsturz oder Gas-Austritte in chemischen Fabriken, unter höchstem Zeitdruck bewältigen. Darüber hinaus wurden sowohl die Einsatzfahrzeuge als auch die Fitness der Helfer einem besonderen Härtetest unterzogen. Zusätzlich galt es in einem Fragebogen, das theoretische Wissen abzurufen.

Von den Teilnehmern wurde bei dem Wettbewerb eigenständiges und flexibles Handeln verlangt. „Es ging darum, Routinen abzurufen. Wir mussten unser Verhalten in Sekunden anzupassen, um Unwägbarkeiten, Zufälle und plötzlich auftretenden Ereignisse zu bewältigen“, erklären die Gruppenführer Tobias Huhn und Rouven Stickling.  Erschöpft aber zufrieden kehrte die heimische Malteser-Gruppe um ihren Beauftragten Andreas Freßmann am Sonntag zurück und formulierte für 2013, wenn der nächste Bundeswettbewerb ausgetragen wird, ein ehrgeiziges Ziel: „Wir möchten uns erneut als Vertreter der Diözese Paderborn qualifizieren, denn ein solches Gemeinschaftserlebnis, lohnt sicherlich die Anstrengungen“, so die Gruppe.

(Bericht von Andreas Freßmann, Stadtbeauftragter Herzebrock-Clarholz)


Auch die Hövelhofer Malteser belegten im Jugendwettkampf den 15. Rang. In der Disziplin Rollstuhlschieben über einen Hindernisparcours lagen die Senne-Malteser sogar auf Platz 1.

„Nach der erfolgreichen ersten Wettbewerbshälfte hatten wir uns schon eine bessere Platzierung erhofft, aber danach kamen viele anspruchsvolle Notfallübungen, bei denen wir als eines der jüngsten Teams doch unsere Mühe hatten“, berichtet Jugendgruppenleiterin Sabrina Wiesing. Im theoretischen Teil zur Maltesergeschichte und religiösen Themen waren wir dagegen wieder vorn dabei.“

Bei simulierten Notfallszenarien mussten unter anderem ein Insektenstich und ein Beinbruch nach einem U-Bahn-Unfall versorgt werden. Geschicklichkeitsübungen sorgten für den nötigen Spaß. Bei den einzelnen Wettkämpfen waren 93 ausgebildete Verletztendarsteller und 50 Schiedsrichter im Einsatz. 10 Liter Kunstblut und 2,3 Kilometer Verbandmaterial wurden gebraucht. Insgesamt nahmen mehr als 1.000 Malteser und Helfer am Wettbewerb teil, darunter ein 90-köpfiger Kochtrupp zur laufenden Verpflegung.  

Nach einem Helferfest am Samstag und dem Abschlussgottesdienst am Sonntag im Dom zu Trier kehrten die Teilnehmer erschöpft aber zufrieden nach Ostwestfalen zurück. „Mit den jetzigen Erfahrungen und nach diesem tollen Gemeinschaftserlebnis werden wir uns nun gezielt auf die nächste Ausscheidung auf Diözesanebene vorbereiten und dann hoffentlich beim nächsten Bundeswettbewerb 2013 wieder dabei sein“, ist sich Sabrina Wiesing der Motivation ihrer Jugendgruppe sicher.


Die Schülerinnen und Schüler des Gymnasiums St. Kaspar Neuenheerse konnten sich beim erstmals ausgerichteten Wettbewerb der Schulsanitätsdienste über einen hervorragenden 7. Platz freuen. Dazu folgende O-Töne:

"Trotz eines ausgefüllten Zeitplans mit einem straffen Programm gingen Lockerheit und Spaß nicht verloren, so dass die Zeit wie im Fluge verging. Besonders während des Wettbewerbs, der unser gesamtes erlerntes Erste-Hilfe-Gut abforderte, konnten Kontakte zu den anderen Teams geknüpft werden, die in den Abendstunden ausgebaut wurden. Alles in allem kann man auf ein sowohl anstrengendes als auch interessantes Wochenende mit vielen Höhepunkten zurückblicken."
(André, 17)

"Der Malteser-Bundeswettbewerb war ein spannendes Erlebnis, bei dem wir in Fallbeispielen, Strategieaufgaben und in einem schriftlichen Test unsere erlernten Fähigkeiten in der Ersten Hilfe unter Beweis stellen mussten und uns mit anderen Teams messen konnten. Dieser Wettkampf war eine wertvolle Erfahrung, die mit viel Spaß verbunden war. Wir konnten uns mit Teams aus ganz Deutschland austauschen und haben ein tolles und interessantes Wochenende verbracht."
(Lena, 16)

Dass sie das Motto ihres Schulsanitätsdienstes „Fit für andere – fit für’s Leben“ mit Leben erfüllen können, bewiesen die Schulsanitäter von St. Kaspar als Vertreter der Erzdiözese Paderborn beim Bundeswettbewerb der Malteser-Schulsanitätsdienste, der  vom 24.09. bis 26.09.2010 in Trier stattfand. Und so machten sich Melanie Bannenberg, Sarah Bülling, Lena Düchting, Patricia Hellmich, Maren Höltje, Christopher Lorisch und André Schwarze (alle aus der Jahrgangsstufe 12) nach vielen zusätzlichen Übungsabenden in gespannter Erwartung auf die Reise. Mit dabei waren der Betreuungslehrer des Schulsanitätsdienstes Andreas Gottschalk (Ausbilder bei den Malteser Buke) und Dr. Norbert Kurowski (Stadtbeauftragter und Koordinator Schulsanitätsdienste der Malteser Höxter).

In den praktischen Aufgaben (Stromunfall, Schnittverletzung, Skaterunfall, Motorradunfall, Atemnot) und einem schriftlichen Test wurde nicht nur „das gesamte erlernte Erste Hilfe-Wissen abgefordert“, sondern es kam auch auf die seelische Betreuung von Passanten sowie die Zusammenarbeit im Team und mit Schulsanitätern einer anderen Schule an, gerade bei der sehr realistisch dargestellten Verpuffung im Chemiesaal mit 8 Notfallpatienten und 6 Schulsanis.  Dazu kamen Geschicklichkeits­aufgaben, bei denen wieder das Miteinander in der Gruppe im Vordergrund stand. Groß waren die Freude und auch der Stolz der Schulsanis als beim Festabend am Samstag ein sehr guter 7. Platz unter 16 teilnehmenden Schulsanitätsdiensten verkündet wurde. Und nicht nur deshalb wurde der Wettbewerb einhellig „trotz des ausgefüllten Zeitplans und des straffen Programms“ als „wertvolle Erfahrung, die mit viel Spaß verbunden war“ erlebt.

Zwischendurch blieb noch Zeit, zu Fuß die Altstadt von Trier zu entdecken. Das obligatorische Foto vor der Porta Nigra durfte ebenso nicht fehlen, wie der Spaziergang am Ufer der Mosel.

Der Festabend und der Ausklang im Gemeinschaftsquartier wurde nicht nur zur Gratulation für das Geburtstagskind André Schwarze genutzt sondern auch zum regen Austausch mit anderen Teilnehmern. Nach einer kurzen Nacht stand dann am Sonntag der Festgottesdienst im Dom zu Trier auf dem Programm, bevor es hieß von den neuen Freundinnen und Freunden Abschied zu nehmen und sich wieder auf die Heimreise zu machen.

Bei der gemeinsamen Abschlussrunde waren alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer einer Meinung: Das war ein aufregendes Wochenende mit vielen Höhepunkten. „Und wenn wir beim nächsten Mal wieder dabei sein können, fahren wir wieder mit.“

(Bericht vom Betreuungslehrer des Schulsanitätsdienstes, Andreas Gottschalk)


Der Bundeswettbewerb war eine organisatorische Höchstleistung: 1.000 Malteser waren in Trier im Einsatz, darunter alleine 53 Verletztendarsteller, 50 Schiedsrichter, ein 90-köpfiger Kochtrupp und natürlich die 400 Wettkampfteilnehmer. Der Malteser Bundeswettbewerb bildete den Abschluss der Woche des bürgerschaftlichen Engagements, an der sich die Malteser mit zahlreichen örtlichen Projekten beteiligten.  Die Aktionswoche vom 17. bis 26. September ist die größte Freiwilligenoffensive in Deutschland, die von Politik, Wirtschaft, Medien und sozialen Organisationen getragen wird.

Fotos Erwachsenenwettbewerb

Fotos Jugendwettbewerb

Fotos Schulsanitätsdienstwettbewerb

Homepage Bundeswettbewerb

Bericht Trierischer Volksfreund 26.09.2010 (1)

Bericht Trierischer Volksfreund 26.09.2010 (2)

Das Team aus Herzebrock (rechts) bei der Begrüßung durch den Präsidenten des Malteser Hilfsdienstes Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin
Das Team aus Herzebrock (rechts) bei der Begrüßung durch den Präsidenten des Malteser Hilfsdienstes Dr. Constantin von Brandenstein-Zeppelin
mehr dazu auf diesen Seiten
Konzept & Design: qpoint - Contentmanagement und Programmierung: BOOS:DV