Paderborner Malteser beleben Partnerschaft mit Magdeburg
20-jähriges Bestehen der Malteser Magdeburg gefeiert
Regelmäßiger Austausch der Akteure der ersten Stunde geplant.Zum 20-jährigen Jubiläum der Malteser-Stadtgliederung Magdeburg reiste vor kurzem eine Delegation des Paderborner Diözesanverbandes in die Elbestadt. Entsprechend der Verbundenheit des Erzbistums Paderborn mit dem damaligen „Bischöflichen Amt Magdeburg“ hatte der Malteser Hilfsdienst Paderborn nach der Wiedervereinigung den Auftrag, Standorte der katholischen Hilfsorganisation im Partnerbistum aufzubauen.
Johannes-Ulrich Saur, Leiter der Delegation und damaliger Diözesangeschäftsführer des MHD, war 1990 auch als Mitglied der kirchlichen Laienvertretung nach Magdeburg entsandt worden und plante die Gründung in enger Abstimmung mit der Caritas, dem Dachverband des MHD. Der Caritasdirektor Günther Brozek wurde dann auch erster Diözesanleiter in Magdeburg, wobei das kirchliche Bistum Magdeburg erst 1994 vom Erzbistum Paderborn abgetrennt und zur heutigen Suffragandiözese der Kirchenprovinz Paderborn wurde.
„Unsere Gemeinschaft wird unvergänglich sein“ – mit dieser Prophezeiung des Seligen Gerhard, Gründer des Malteserordens, begann Saur seine Gastrede zum Jubiläumsfest in Magdeburg, zu dem auch Ulrich Damm (Hagen) und Karl-Heinz Lieb (Hövelhof) als Pioniere der ersten Stunde angereist waren. Saur erinnerte an den Besuch des aus Dortmund stammenden Magdeburger Bischofs Johannes Braun († 2004), den ersten Auftrag an die Malteser Dortmund, einen gebrauchten Krankentransportwagen für die ersten Dienste als Nothilfe zur Verfügung zu stellen, aber auch an Anlaufschwierigkeiten: „Der kirchliche und staatsbürgerliche Auftrag der Malteser und die Prinzipien der Ehrenamtlichkeit und Subsidiarität waren so kurz nach der Wende nur schwer zu vermitteln, aber das trat durch das große Engagement und die herzlichen Kontakte zu den Menschen bald in den Hintergrund“, erinnert sich Saur.
Nach der Gründung der MHD-Stadtgliederung aus der Pfarrgruppe der Domgemeinde Sankt Sebastian in Magdeburg blieb die Geschäftsführung bis zur ersten Diözesanversammlung 1992 zunächst in Paderborner Händen. Im danach eigenständigen Diözesanverband Magdeburg entstanden dann die Malteser-Ortspartnerschaften Magdeburg-Dortmund, Halberstadt-Hagen, Ballenstedt-Warstein und Halle-Hövelhof/Lippstadt/Soest.
Für die Paderborner war das Fest nicht nur ein einmaliges Wiedersehen mit alten Bekannten. „Wir haben das Treffen auch zum Anlass genommen, alsbald wieder einen regelmäßigen Austausch zwischen den damaligen Akteuren zu organisieren und die Partnerschaft zu beleben. Auf Magdeburger und Paderborner Seite haben sich bereits einige Interessenten gefunden.“ So hat Johannes-Ulrich Saur eine weitere ehrenamtliche Aufgabe bei seinen Maltesern gefunden.

- Johannes-Ulrich Saur (Diözesangeschäftsführer i.R.) überreicht ein Jubiläumsgeschenk an den Magdeburger Stadtbeauftragten Peter Fritz







