Uganda-Tag bei den Maltesern in Lage/Lippe
Vortrag und Kreatives über die Not in Afrika
Die Malteser feierten eine gemeinsame Heilige Messe. Die Kinder lernten das Land bei einem Quiz kennen. Auch landestypische Trommeln wurden gebastelt.Der Malteserhilfsdienst Lage hat einen Projekttag rund um das ostafrikanische Land Uganda veranstaltet. Im Mittelpunkt stand dabei ein Dia-Vortrag von Dr. Peter Freiherr von Fürstenberg, Vizepräsident der Deutschen Assoziation des Malteser Ordens.
Er berichtete den Gästen im katholischen Gemeindehaus von einem Projekt, das sich in der Stadt Maracha um unter- und mangelernährte Kinder kümmert. Von Fürstenberg hatte im Mai 2010 mit einer Delegation das Land besucht, um sich ein Bild von der Situation zu machen. Die Paderborner Malteser haben für das Projekt die Patenschaft übernommen.
Die Ernährungsstation des Krankenhauses in Maracha war das Hauptziel der Reise. Die Besucher konnten unter anderem sehen, wie Mütter nahrhaftes Essen zubereiten. Auch begleitete die Gruppe die Krankenschwestern bei Nachsorgeuntersuchungen in den Dörfern. Der medizinische Standard der Einrichtung sei noch weit entfernt von dem, den man in Deutschland kenne, sagte von Fürstenberg.
Uganda zählt laut Fürstenberg zu den ärmsten Ländern der Welt. Unter den Folgen eines langen Bürgerkriegs litten die Menschen noch heute. Dennoch habe er auch die "Fröhlichkeit und Offenheit" der Bevölkerung kennen gelernt, etwa bei einem traditionellen Fest mit Tanzdarbietungen und Comedy.
Besonders sei ihm die Teilnahme an einem katholischen Gottesdienst in Erinnerung geblieben, so der Referent. "Wir wurden herzlich begrüßt". Vor allem die Fürbitte des Pastors für das Malteser-Projekt habe ihn gerührt. Laut von Fürstenberg sind fast 85 Prozent der Bevölkerung im Land Christen, etwa die Hälfte davon Katholiken.
Weitere Stationen der Uganda-Reise waren der Nationalpark, die Stadt Kampala und der Nil. Brenzlig wurde es für die Deutschen auf einer Fahrt nach Maracha. Mitten in der Wildnis blieb das Auto Wagen liegen, Handy-Empfang gab es nicht. Überall lauerten Raubtiere. Einheimische schleppten das Auto schließlich ab, und alle kamen heil und gesund nach Hause.
Die Ernährungsstation in Maracha ist seit diesem Jahr Partnerprojekt der Malteser in der Erzdiözese Paderborn und auch Partnerprojekt für die Sternsingeraktionen 2011 und 2012. Durch diözesane und örtliche Spendenaktionen wird die Nothilfe für mangel- und unterernährte Kinder gesichert. Mittelfristig sollen Projekte im Rahmen der "Hilfe zur Selbsthilfe" aufgebaut werden.

- Bastelnd Afrika kennenlernen







