Dezember 2011, Detmold/Lage

Eine Perspektive nach der Familienphase

Malteser starten neuen SH-Kursus in Detmold

Lage/Detmold. Für viele Frauen ist ein Schwesternhelferinnen-Kursus der Neustart in die Berufstätigkeit. Wenn Ausbilder Georg Schott und sein Team von den Maltesern in Lage erste Bilanz der beiden Kurse in 2011 zieht, dann wird wieder deutlich: Kaum eine Ausbildung ist so effektiv wie diese, um eine Stelle nach der Familienphase zu finden. Die Kurse mit ihren 120 Stunden Theorie und Praxis, sowie zwei Wochen Praktikum haben auch im vergangenen Jahr im Kreis Lippe Menschen wieder direkt in den Job geführt. „Wer die Ausbildung absolviert hat und vielleicht sogar noch aufstockt zum Betreuungsassistenten, der kann dort immer etwas finden“´, freut sich Schott, dass die Malteser mit ihren Kursen vielen über die Ausbildung hinaus auch eine Perspektive gegeben haben. Der nächste Kurs startet übrigens am 10. Januar in Detmold. Dazu findet am 3. Januar um 18 Uhr ein Infoabend im Gemeindehaus von St. Peter und Paul in der Schillerstraße 11 in Lage statt.

Vier Monate lang zweimal in der Woche Abendunterricht, das ist das Pensum für diejenigen, die die Ausbildung zur Schwesternhelferin oder zum Pflegediensthelfer bei den Maltesern erfolgreich absolvieren wollen. Menschliche Anatomie, Pflegegrundlagen sowie Hygiene, Ernährung und Krankheitslehre werden unter anderem vermittelt. Qualifizierte Lehrkräfte aus dem Gesundheitsbereich stehen für die Kurse zur Verfügung. „Das ist schon anspruchsvoll, was dort zu lernen ist“, beschreibt Georg Schott, dass sich einige Teilnehmer anfangs durchaus schwer tun mit den Kursen. Aber das gebe sich schnell, die Inhalte seien nicht nur interessant, der Unterricht werde auch lebendig gestaltet. Nach nur wenigen Kursabenden, die jeweils zweimal in der Woche dienstags und donnerstags von 17:30 bis 21 Uhr dauern, seien alle begeistert dabei. „Da werden manche sogar ganz schön ehrgeizig, weil sie die abschließende Prüfung besonders gut schaffen wollen“, erlebt es Ausbilder Schott immer wieder. Treffen werden sich die Teilnehmer des neuen Kurses ab Januar jeweils in der Altenpflegeschule der Diakonis an der Robert Koch Straße 7 in Detmold.

Nach den 120 Stunden Theorie und Praxis folgen noch zwei Wochen, also 80 Stunden Praxis in einem Krankenhaus oder einer Pflegeeinrichtung. Das sei jeweils der erste Kontakt, aus dem sich bereits einige Arbeitsverhältnisse ergeben hätten, schildert Schott. Ob nun im Haushalt, bei pflegebedürftigen Personen oder in Einrichtungen seien die Kursteilnehmer bislang untergekommen. Viele von ihnen, so weiß es der Malteser-Ausbilder, zunächst mit Teilzeitverträgen, die sich oft aber später ausweiten ließen. Das eben sei gerade für Frauen nach der Familienphase ein perfekter Einstieg zurück ins Berufsleben.

Wer sich übrigens weiter qualifizieren will, der kann mit zwei weiteren Zusatzmodulen und 80 Stunden im Bereich Demenz und Hauswirtschaft den Abschluß zur Betreuungsassistentin nach § 87 des Sozialgesetzbuches draufsetzen.

Die Ausbildung bei den Maltesern kostet für den Schwesternhelferinnenkursus (für Männer gilt die Bezeichnung Pflegediensthelfer) 600 Euro. Dazu kann ein Bildungsgutschein genutzt werden, um die Kosten für die Teilnehmer zu halbieren.

Alle Informationen und Anmeldungen bei Georg Schott unter Ruf 0170 / 560 26 49

Foto: Georg Schott leitet die Ausbildung zur Schwesternhelferin oder Pflegediensthelfer bei den Maltesern in Lage. Er wirbt für den neuen Kurs in Detmold ab Januar.             Foto: Malteser/si

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