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Malteser Paderborn

Seit 100 Tagen Wachleiter: André Grawe ist bei den Maltesern angekommen

31.05.2018
Nach 100 Tagen als Wachleiter zieht André Grawe eine erste Bilanz. Foto: Malteser/Buttchereit

Lage. „Einen besseren Start hätte ich nicht haben können“, fasst André Grawe seine erste Zeit bei den Maltesern zusammen. Der 27-jährige Harsewinkler leitet seit Anfang Februar ein Team von zwölf Männern und Frauen, die im 24- und 12-Stunden-Schichtbetrieb zwei Rettungswagen für den „Lippeschutz“ besetzen.

Bevor André Grawe sich an seinem ersten Tag mit einer Platte Kuchen als „der Neue“ vorstellt, hatte er bereits einige Treffen mit dem Malteser Rettungsdienstleiter Christian Osthus hinter sich. Ziel war es, den neuen Wachleiter bestmöglich auf seine Aufgaben vorzubereiten. Auf der Tagesordnung stand unter anderem Organisatorisches, Qualitätsmanagement, Personalführung und das Kennenlernen interner Abläufe.

Denn dass André Grawe wieder aktiv in den Rettungsdienst einsteigt, war lange Zeit nicht klar. Beruflich startete er direkt nach dem Abitur mit der Ausbildung zum Rettungsassistenten. In seiner Freizeit engagiert er sich zudem bei der Feuerwehr. So kommen über zehn Jahre Tätigkeit im Rettungsdienst eines kommunalen Trägers zusammen. Aber so groß auch die Begeisterung für den Beruf und das Wir-Gefühl im Kollegenteam ist, so stark verändern sich aus André Grawes Sicht die Randbedingungen. Vieles wird immer bürokratischer, Abläufe verkomplizieren sich, der Mitarbeiter ist nur letztes Glied in einer Kette und wird weder gehört noch unterstützt. Längst hat sich André Grawe ein zweites Standbein aufgebaut. Mit einer kleinen IT- und Software-Firma startet er in die Selbstständigkeit und kündigt den Rettungsdienstjob.

EINMAL RETTER, IMMER RETTER

„Aber einmal Retter, immer Retter“, sagt André Grawe; denn so ganz lässt ihn der Rettungsdienst nicht los. Durch Zufall ging es Anfang 2018 dann ganz schnell. Ein Bekannter berichtet von der Stellenausschreibung der Malteser. Anschließende Gespräche mit Rettungsdienstleiter Christian Osthus und den Maltesern lassen den Entschluss reifen und der Harsewinkler entscheidet sich für die vakante Stelle als Rettungswachenleiter in Lage.

Schon nach kurzer Zeit ist André Grawe klar, dass die Entscheidung für den Job die richtige war. Wo er bisher auf starre Systeme und Abläufe stieß, trifft er bei den Maltesern auf ungewohnte Flexibilität – und die Bereitschaft, dem Mitarbeiter zuzuhören. Seit Langem hat er wieder das Gefühl, dass der Mitarbeiter im Mittelpunkt steht. Auch seinen Wunsch nach einer Weiterbildung als Notfallsanitäter tragen die Malteser mit und ermöglichen ihm, sich nebenberuflich fortzubilden.

Skeptikern, die ihn vor einer Anstellung bei einer Hilfsorganisation warnen, führen Gehaltseinbußen und veraltete Strukturen ins Feld. „Nichts davon kann ich bestätigen; im Gegenteil. Neben einem guten Verdienst erwartet den Mitarbeiter Unterstützung bei der Karriereplanung zum Beispiel durch Fortbildungen und ein regelmäßiger wertschätzender Austausch mit dem Vorgesetzten. Auch gibt es attraktive Angebote im Rahmen der betrieblichen Gesundheitsförderung“, schildert André Grawe.

Erfolge lassen nicht lange auf sich warten. Die erste Sitzung mit den Kolleginnen und Kollegen wird zum Selbstläufer. André Grawes Erfahrungen als Führungskraft aus seiner Selbstständigkeit helfen. Verbesserungsvorschläge für die Wachräume, neue Aufgabenverteilung, Optimierung der Strukturen und eine offene Gesprächskultur lassen den neuen Wachleiter und seine Mitarbeiter zu einem echten Team zusammenwachsen. André Grawe beschreibt es so: „Ich kann mich wieder voll als Rettungsdienstler und mit meinem Team identifizieren. Und nicht nur das – nach drei Monaten bin ich schon ein überzeugter Malteser geworden. Also: Alles gut!“

„Hier passt alles zusammen“, bestätigt auch Rettungsdienstleiter Christian Osthus. Dennoch überlassen die Malteser nichts dem Zufall. Gerade während der Einarbeitungsphase profitieren neue Mitarbeiter von der intensiven Unterstützung und dem guten Informationsaustausch. Das moderne Arbeitsumfeld, eine attraktive Vergütung mit Zusatzleistungen und die beruflichen Perspektiven tragen gleichermaßen zu einem guten Start bei – und zu einer langen erfolgreichen Zusammenarbeit beim Malteser Rettungsdienst.

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Frank Kaiser
Diözesanreferent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
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