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Malteser Paderborn

on-off / Einsamkeit 4.0: Anwenderforum am 17. November in Paderborn

17.11.2018
Digitalisierung birgt große Chancen für selbstbestimmtes Leben im Alter oder für Menschen mit Behinderungen. Foto: Fotolia, De Visu
Aber menschliche Zuwendung und persönlich erfahrbare Dienstleistung kann und darf eine Maschine oder künstliche Intelligenz nicht wirklich ersetzen. Foto: Pixabay

Paderborn. Vereinsamung gilt zu Unrecht als privates Schicksal. Der schrittweise Verlust wichtiger sozialer Bindungen wird auch als gesellschaftliches Risiko wahrgenommen. Betroffene – gleichgültig ob alt oder jung – können dem oft mit eigenen Mitteln nicht entkommen. Kann die „Digitale Revolution“ Abhilfe schaffen oder verstärkt das „on/off“ das Leid eher noch? Antworten sucht das Anwenderforum „Einsamkeit 4.0“ am 17. November von 9.30 - 15.30 Uhr im Heinz Nixdorf Museums Forum.

„Der Pflegeroboter ist noch weit weg“, sagt beispielweise Bernd Falk, Bereichsleiter des Malteser Service Center in Köln. „Aber die Digitalisierung im Bereich ,homecare‘ entwickeln und nutzen wir mit Nachdruck.“ Bernd Falk wird einer der Fachreferenten beim Anwenderforum sein. Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus den sieben Fachverbänden im Caritasverband – Caritas-Konferenzen, IN VIA, Kreuzbund, Malteser, Sozialdienst katholischer Frauen, Sozialdienst Katholischer Männer und Vinzenz-Konferenzen und am Thema Interessierte sind herzlich eingeladen.

Dass die Welt sich rasant verändert, spürt man momentan deutlicher denn je. Und der Wandel betrifft alle Bereiche unseres Lebens. Die zunehmende Digitalisierung unseres Alltags und die Entwicklung künstlicher Intelligenz werfen Fragen auf, schüren aber auch Hoffnungen. Steckt in diesen Entwicklungen etwas drin gegen Vereinsamung und Isolierung der Menschen, gerade auch im Alter?

Bernd Falk: „Die Digitalisierung im Bereich ,homecare‘, das ist konkreter Einsatz künstlicher Intelligenz. Verbunden mit dem ,Internet der Dinge‘ unterstützen und sichern wir Menschen mit Handicap in ihrem Alltag.“ Sensoren im Wohnumfeld z. B. der Seniorin ermitteln zunächst ihr individuelles Bewegungsprofil. Auffälligkeiten und Abweichungen vom Alltäglichen werden per App an Angehörige gemeldet. Kritische Algorithmen gehen gleich an eine Notrufzentrale. Ein Beispiel für die sinnvolle Ermittlung von Daten zwecks Nutzbarmachung beim Bewohner.
„Aber Digitalisierung kann noch viel mehr,“ erläutert Bernd Falk. „Sie kann Assistanceleistungen unterstützen, Kommunikation fördern, Routinen vereinfachen.“ Ist 1984 – Big Brother nicht eigentlich schon vorbei? „Ja – auch ,Big Data‘ ist schon vorbei. Wir sind bei ,Data Tsunami‘, beschreibt Falk die gesammelte Datenmenge und die damit einhergehende Kontrollmöglichkeit. „Was wir nun noch brauchen, sind ethische Grundsätze, die die Leitplanken für verantwortungsvolles Handeln aufzeigen müssen.“

Das ist eines der Themen beim Anwenderforum am 17. November 2018 in Paderborn. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Weitere Referenten:

  • Patrick Portmann, Leitung Auxilium reloaded Haus für Mediensüchtige, Malteser Werke gGmbH, Dortmund
  • Nicola Röhricht, Leiterin der Servicestelle „Digitalisierung und Bildung für ältere Menschen“ bei der Bundesarbeitsgemeinschaft der Senioren-Organisationen (BAGSO) e.V., Bonn
  • Ägidius Engel, Referat „Ethische Bildung“, Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V.
  • Josef Lüttig, Direktor des Diözesan-Caritasverband für das Erzbistum Paderborn e.V.

Programm:

9.30 Uhr: Begrüßung, anschl. Impulsvorträge
11.00 Uhr: Pause
11.30 Uhr: Workshops: Jugendliche mit riskantem Medienkonsum; Raus aus der Mobilitätsfalle – Digitale Unterstützungssysteme; Das Internet als Chance für die Teilhabe älterer Menschen am gesellschaftlichen Leben.
12.30 Uhr: Mittagsimbiss und Zeit für aktiven Austausch und Begegnung
13.30 Uhr: Weiterarbeit in Workshops und Austausch
14.45 Uhr: Kreativer Abschluss: „Improsant“ / Improvisationstheater
15.30 Uhr: Ende der Veranstaltung und Möglichkeit zum Besuch der Ausstellung im Heinz Nixdorf Museums Forum bei kostenfreiem Eintritt

Anmeldung per Mail unter admin(at)7gegenEinsamkeit(dot)de.

PDF-Download: Einladungsflyer

Mehr Infos: https://www.7gegeneinsamkeit.de/

 

Weitere Informationen

Frank Kaiser
Diözesanreferent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (05251) 1355-12
frank.kaiser(at)malteser(dot)org
E-Mail senden

Unser Spendenkonto: Malteser Hilfsdienst e.V.  |  Pax-Bank  |  IBAN: DE43370601201201216393  |  BIC / S.W.I.F.T: GENODED1PA7