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Malteser Paderborn

Malteser proben für den Ernstfall

Betreuungsplatzübung 500 des Kreises Gütersloh

05.11.2018
Führungskräfte bei der Einsatzbesprechung.
Melanie Waltmann (l.) und Regina Penner bei der Eingangsregistratur.
(v.l.) Tim Wendtlandt, Alexander Burre und Lucas Hahm tragen gemeinsam das Notstromaggregat zum vorgesehenen Ort.
Lucas Hahm (l.) und Tim Wendtlandt nehmen das Notstromaggregat in Betrieb.
Der Betreuungsplatz 500 auf der Anfahrt zum Übungsgelände. Fotos: Barbara Franze

Gütersloh. Der Melder piepst. Nichts ungewöhnliches für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte aus dem Kreis Gütersloh. So auch am vergangenen Wochenende in Gütersloh. Am Samstag, den 27.10., trainierten u.a. 34 ehrenamtliche Katastrophenschützer der Malteser aus den Gliederungen Herzebrock-Clarholz, Gütersloh, Rietberg, und Rheda-Wiedenbrück bei der großen Übung des Kreises Gütersloh in Langenberg in einer Mehrzweckhalle.

Ziel der Übung: Einsatzkräfte des Deutschen Roten Kreuzes und des Malteser Hilfsdienstes richten mit ihren Einsatzeinheiten einen Betreuungsplatz 500 - NRW ein und betreiben diesen für zwölf Stunden. Ein solcher Betreuungsplatz versorgt unverletzt Betroffene im Einsatzfall, wie beispielsweise einer Evakuierung, autark bis zu 12 Stunden mit Getränken, Nahrung und den wichtigsten Verbrauchsgütern des täglichen Lebens.

Bei dieser Übung sollten die Helfer ihr erlerntes Wissen aus den Fachausbildungen anwenden und in der Praxis vertiefen. Denn im Ernstfall muss jeder genau wissen, was er zu tun hat. Immer zwei Einsatzeinheiten bilden zusammen einen Betreuungsplatz 500 mit insgesamt 68 Einsatzkräften. An diesem Samstag stellten die Malteser aus dem Kreis Gütersloh davon die Hälfte.

Die Übung stellte ein durchaus realistisches Szenario dar, welches die Helferinnen und Helfer der Einsatzeinheiten regelmäßig üben müssen: Menschen innerhalb einer kurzen Zeitspanne betreuen und versorgen. So etwa im April dieses Jahres in Paderborn, als 26.000 Einwohner ihre Wohnung aufgrund eines Bombenfundes verlassen mussten. Eine Herausforderung bei der Übung war es somit, den Betreuungsplatz innerhalb einer Stunde aufzubauen und in Betrieb zu nehmen. „Alle unsere Helfer haben dazu beigetragen, dass wir innerhalb dieser einen Stunde aufnahmebereit sein konnten. Erst im Geschehen merkt man, welche Leistung innerhalb von 60 Minuten erbracht werden muss“, so Andreas Gerling, Führungsassistent der Malteser.

Im Anschluss an die Übung gab es noch einen Theorieblock rund um die Anwendung der sogenannten Verletztenanhängekarten. Mit diesem Instrument behalten die Helfer bei vielen Verletzten einen Überblick über Anzahl der Betroffenen und deren Verletzungsmuster. Erläutert wurde, wie diese Karten korrekt ausgefüllt werden und wie sie weiter vom Eintreffen des Patienten bis zur Einlieferung ins Krankenhaus genutzt werden. Ein gemeinsames Mittagessen, vom örtlichen THW zubereitet, bildete für die Einsatzkräfte den gemeinsamen Abschluss der Übung.

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Frank Kaiser
Diözesanreferent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (05251) 1355-12
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