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Malteser Paderborn

Karriere mit Blaulicht

05.12.2018
Björn Heermann – Malteser Wachleiter Gütersloh
Arne Jungekrüger – Malteser Wachleiter Oerlinghausen. Fotos: Frank Kaiser

Ein Job – viele Aufgaben: Zwei Wachleitern der Malteser Rettungswachen in Gütersloh und Oerlinghausen gelingt der Spagat zwischen Anspannung und Routine.

Gütersloh/Oerlinghausen. 10 Uhr, Rettungswache Oerlinghausen an der Robert-Hanning-Straße, die Leitstelle des Kreises Lippe meldet einen Notfall: zwei Malteser Rettungsdienst-Mitarbeiter machen sich mit dem Rettungswagen schnellstmöglich auf den Weg. Arne Jungekrüger ist diesmal nicht dabei – heute ist Schreibtischarbeit angesagt. Der 29-jährige ist seit September 2018 Leiter der Rettungswache. Neben den Notfall-Einsätzen bestimmen nun auch organisatorische und administrative Aufgaben seinen Berufsalltag. „Die Mischung stimmt“, so Arne Jungekrüger, der schon als Schüler auf dem Städtischen Gymnasium Gütersloh im Schulsanitätsdienst zu den Maltesern stieß. Die Überlegungen, eine Tischlerlehre zu beginnen, verwarf der Gütersloher schnell und startet seine Ausbildung im Rettungsdienst. Das Anerkennungsjahr auf der Wache in Oerlinghausen, Qualifikationen zum Lehrrettungsassistent und Praxisanleiter, der für Praktikanten und Auszubildende zuständig ist sowie vier Jahre stellvertretende Wachleitung und Weiterbildung zum Notfallsanitäter – da war es für Arne Jungekrüger nur folgerichtig, sich auf die freiwerdende Stelle des Wachleiters zu bewerben.

Und das in Zeiten, in denen nicht nur die Anzahl der Notfalleinsätze steigt, sondern auch das veränderte Patientenverhalten zusätzlich Nerven kostet: „Da wird man schon mal wegen eines eingewachsenen Zehennagels oder auf Grund von zwei Wochen anhaltenden Schnupfen gerufen,“ berichtet Arne Jungekrüger. Ärgerlich ist das vor allem für wirkliche Notfallpatienten, die Hilfe dringend benötigen.

Ein Trend, den auch Björn Heermann bestätigen kann. Heermann ist seit einem Jahr Leiter der Malteser Rettungswache in Gütersloh. Ähnlich wie bei seinem Wachleiter-Kollegen aus Oerlinghausen wurde er schon früh mit dem „Blaulicht-Virus“ infiziert. Der 39-jährige Theenhausener startete seine Rettungsdienstkarriere als Zivildienstleistender und arbeitete zuletzt beim Malteser Rettungsdienst in Osnabrück, wo er auch erste Führungserfahrungen als stellvertretender Wachleiter und Qualitätsmanagement-Verantwortlicher sammelte. Weiterbildungen zum Lehrrettungsassistent und Praxisanleiter inklusive. In Gütersloh leitet er nun ein Team von acht Kolleginnen und Kollegen. Arne Jungekrüger verantwortet insgesamt 16 Rettungsdienstler, darunter zwei Auszubildende. Teambildung ist den beiden Wachleitern neben den umfangreichen Jobanforderungen ein besonderes Anliegen. „Jede Wache ist immer nur so gut, wie das Team, das dort arbeitet,“ beschreibt es Arne Jungekrüger. Er und Björn Heermann legen viel Wert auf einen offenen und vertrauensvollen Austausch. Wichtig sei es auch, nach einem schwierigen oder belastenden Einsatz mit den Kollegen reden zu können und die Dinge zu verarbeiten. Wenn es intensiverer Hilfe bedarf, steht den Rettungsdienstlern die Psychosoziale Notfallversorgung der Malteser rund um die Uhr zur Verfügung. Dabei handelt es sich nicht nur um Unterstützung nach schwerwiegenden Ereignissen, sondern auch um die gezielte Fürsorge für Malteser Mitarbeiter, was schlussendlich auch dem Notfallpatienten zugutekommt.

Denn es gibt ja noch das Leben neben dem Job. Und das verbringen die beiden Wachleiter und jungen Väter natürlich gerne mit ihrer Familie und Freunden, beim Hobby oder Sport.
Mehr zum Rettungsdienst bei den Maltesern unter www.malteser-rettungsdienst.de

Weitere Informationen

Frank Kaiser
Diözesanreferent Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Tel. (05251) 1355-12
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