Malteser starten zur Flugpilgerreise nach Lourdes

Voller Erwartung treffen die Pilgerinnen und Pilger auf dem Flughafen Paderborn/Lippstadt ein.
Die Lourdes-Wallfahrer bei Check-In.

Erzdiözese Paderborn. Pünktlich um 8 Uhr startete der eigens vom Malteser Pilgerdienst gecharterte Flieger der „Enter Air“ vom Flughafen Paderborn/Lippstadt in Richtung Südfrankreich. An Bord der Boeing 737-800 sind 175 erwartungsfrohe Pilgerinnen und Pilger aus der ganzen Diözese Paderborn. Darunter 29 sogenannte Teamer, die sich auf der Reise und auch vor Ort in Lourdes um das Wohlergehen von Reisenden mit Beeinträchtigungen oder Behinderungen kümmern. Unterstützt werden sie von weiteren Helferinnen und Helfern des Lourdes Krankendienstes, des Malteser-Ritter-Ordens, die Pilgerinnen und Pilger mit Handicap in der Krankenherberge in Lourdes betreuen werden.

„Mit der Flugreise konnten wir viele Neu-Pilger erreichen. Sie machen rund 30 Prozent unserer diesjährigen Lourdes-Pilger aus. Durch die verkürzte Anreisezeit haben wir jetzt einen Tag mehr in Lourdes und konnten unser Programm erweitern. Erstmalig werden wir dort die Kapelle Notre-Dame sowie die Kapelle Cosmas und Damian besuchen“, freut sich Malteser-Wallfahrtsleiter Thomas Ohm. Dennoch hoffe man, 2023 wieder mit dem Zug am traditionell vorösterlichen Termin über Palmsonntag reisen zu können.

Als geistliche Begleitung sind diesmal der Paderborner Domkapitular Dr. Thomas Witt und der stellvertretende Diözesanseelsorger der Malteser Nobert Scheckel mit dabei. Auch auf die beliebte Lourdes-Musikgruppe rund um Walter Müller muss die Pilgerschar nicht verzichten. Fünf Musiker sind mit an Bord.

Vom „Heimathafen“ Paderborn/Lippstadt direkt nach Lourdes-Tarbes Aéroport

Für den Paderborner Pilgerdienst lag es nahe, den Flug von Paderborn/Lippstadt aus zu starten. Die Flughafen-Gesellschaft hat bei der Planung umfänglich unterstützt. Nicht selbstverständlich war auch der Service des Flughafenpersonals, Pilgerinnen und Pilger mit Rollstühlen in das Flugzeug umzusetzen. „Eine wirklich gute Zusammenarbeit mit der Flughafen-Gesellschaft. Für die Unterstützung sind wir sehr dankbar“, bestätigt Thomas Ohm. „Wir haben die Flug-Pilgerreise nach Lourdes sehr gerne unterstützt. Die Initiative der Malteser, komfortabel von Paderborn/Lippstadt zu starten und die optimalen Bedingungen an unserem Heimathafen zu nutzen, zeigt einmal mehr die Möglichkeiten und den Wert unseres Flughafens für die gesamte Region“, sagt der Geschäftsführer des Flughafens Paderborn/Lippstadt, Roland Hüser.

Corona ist auch an dem berühmtesten Wallfahrtsort der Welt nicht spurlos vorüber gegangen. Waren es sonst jährlich rund bis zu 4 Millionen Pilger, gingen die Zahlen 2020 auf 800.000 und 2021 auf 1,6 Millionen zurück. Einige Wallfahrtsstätten, wie auch die Erscheinungsgrotte, wo 1858 dem Hirtenmädchen Bernadette Soubirous mehrfach die Jungfrau Maria erschienen sein soll, waren lange geschlossen, um Ansteckungen zu vermeiden. Die Grotte ist seit Februar 2022 aber wieder zugänglich. „Der Besuch der Grotte, die abendlichen Lichterprozessionen und stimmungsvollen Gottesdienste sind die Highlights der Wallfahrt“, weiß Thomas Ohm.

Am 3. August werden die Wallfahrer wieder nach Paderborn/Lippstadt zurückkehren. Mit im Gepäck haben sie dann sicher viele spirituelle Erfahrungen und gemeinsame Erlebnisse.